Vergleich GKV und PKV

GKV

PKV

Mitgliedschaft
  • Pflichtversicherung für Arbeitnehmer mit einem Einkommen, das zwischen 450 Euro und der Versicherungspflichtgrenze liegt, Arbeitslose, Rentner
  • Freiwillig Versicherte für Künstler, Journalisten, Publizisten, Freiberufler
  • kostenfreie Familienversicherung für Kinder, erwerbslose Ehepartner, Studenten, Praktikanten
Mitgliedschaft
  • Selbständige
  • Freiberufler
  • Beamte
  • Arbeitnehmer über Versicherungspflichtgrenze
  • Kinder
Beitrag
  • einheitlicher Beitragssatz von 14 Prozent, der je zur Hälfte von Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen wird. Für Arbeitnehmer kommt außerdem ein Zuschlag von 0,9 Prozent hinzu.
  • vom Brutto-Monatseinkommen abhängig
  • plus Zuzahlungen und Praxisgebühr
Versicherungsprämie
  • unabhängig vom Einkommen
  • abhängig von Eintrittsalter, Gesundheitszustand, Geschlecht, Vorerkrankungen
  • beeinflussbar durch Wahl des Leistungsumfangs, Selbstbeteiligung, Beitragsrückerstattung, eventuell Arbeitgeberzuschuss
  • Zuzahlungsfreiheit, keine Praxisgebühr
Leistungen
  • Entwicklungstrend von der sorglosen Komfortversicherung hin zur allgemeinen Grundversorgung aufgrund der gestiegenen Kosten im Gesundheitswesen
  • Selbstverantwortlichkeit
  • nur Leistungen gemäß des SGB, für Leistungen darüber hinaus müssen Krankenzusatzversicherung abgeschlossen werden
  • es muss mit Leistungskürzungen gerechnet werden
Leistungen
  • Leistungen können über den gesetzlichen Leistungskatalog hinausgehen
  • individuelle Gestaltung des Leistungsumfangs (große Auswahl an Versicherungsprodukten)
  • vertraglich vereinbarte Leistungen, die vom Versicherer nicht einseitig gekürzt werden können
  • bevorzugte Behandlungen
  • freie Arzt- und Krankenhauswahl
  • Chefarztbehandlung
  • neuste Behandlungsmethoden und Arzneimittel
  • Kostenerstattung für Brillengläsern, Brillengestellen und Kontaktlinsen
  • Kostenerstattung bis zu 100 Prozent für Zahnbehandlung, Zahnersatz und Kieferorthopädie
  • Wechsel des Arztes ohne Überweisung
  • Ein- oder Zweibettzimmerbelegung
  • Auslandskrankenversicherung
  • Krankenhaustagesgeld
  • Krankentagegeld
  • Pflegeversicherung
Zahnarzt
  • zahnärztliche Behandlung zu 100 Prozent erstattet
  • Kostenerstattung bei Zahnersatz: 50 Prozent, bei regelmäßiger Teilnahme an Voruntersuchungen 65 Prozent
  • keine Erstattung von Inlays und Implantaten
Zahnarzt
  • zahnärztliche Behandlung zu 100 Prozent erstattet
  • je nach gewählten Tarif werden Inlays, Implantate und Zahnersatz bis zu 100 Prozent erstattet (letzteres mit Höchstgrenzen je Kalenderjahr)
Auslandsversicherung
  • vor Reiseantritt muss mit der Krankenkasse der Versicherungsschutz für das jeweilige Land geklärt werden
  • für die 28 Mitgliedsländer der EU plus die Länder, mit denen ein Sozialversicherungsabkommen abgeschlossen wurde (Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Island, Liechtenstein, Marokko, Mazedonien, Montenegro, Norwegen, Schweiz, Serbien, Türkei, Tunesien)
  • Kostenerstattung für Behandlungen, die dem gesetzlichen Leistungskatalog entsprechen. Nur diese Kosten werden erstattet, alles darüber liegende muss aus eigener Tasche gezahlt werden. Außerdem erhebt die Krankenkasse Abschläge für die Verwaltungskosten. Für die Abrechnung benötigen Sie einen Krankenschein Ihrer Krankenkasse.
  • der Krankenrücktransport wird nicht übernommen
  • Denjenigen, denen wegen Vorerkrankungen eine private Auslandskrankenversicherung versagt wurde, müssen vor Reiseantritt den entsprechenden Nachweis ihrer Krankasse vorlegen und von dieser eine Zusage für die Gewährleistung des Versicherungsschutz erbitten.
  • Kostenübernahme für Behandlungen im Ausland, die nach allgemeinen Erkenntnisstand nicht in Deutschland angeboten werden
Auslandsversicherung
  • Versicherungsschutz für das jeweilige Land vor Reiseantritt klären
  • Rücktransport meist enthalten
  • unterschiedliche Tarife je nach Dauer des Aufenthalts, für Einzelperson oder Familie
Familienversicherung
  • Ehepartner und Kinder sind bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres bzw. 25. Lebensjahr im Falle einer Schul- und Berufsausbildung (bei Männern wird die Wehr- bzw. Zivildienstzeit nicht angerechnet) kostenfrei mitversichert.
  • Eltern mit behinderten Kindern, die sich nicht selbst versorgen können, erhalten ein Leben lang Kindergeld.
  • Die gesetzliche KV ist für Familien und Paaren mit Kinderwunsch deutlich günstiger.
Familienangehörige
  • Die private Krankenversicherung lohnt sich für junge und gut verdienende Personen, die sich bester Gesundheit erfreuen. Auch für Ehepaare, bei denen beide berufstätig sind, gut verdienen und sich keine Kinder wünschen, empfiehlt sich eine private Krankenversicherung.
  • Eine private Mitversicherung für Kinder kostet ca. 100 Euro pro Kind und Monat.
Schwangerschaft
  • Beitragsfreiheit für Pflichtversicherte, wenn Mutterschaftsgeld und Erziehungsgeld bezogen werden
  • Beitragsfreiheit für freiwillig Versicherte mit Beginn des Erziehungsurlaubs
  • freiwillig Versicherte, die keinen Erziehungsurlaub nehmen, müssen Beiträge bezahlen (Bemessungsgrundlage ist Familieneinkommen, es gelten verschiedene Mindestbeträge §240 Abs. 4 Satz 1 SGB V.)
  • Zuzahlungsfreiheit für alle Leistungen, die die Schwangerschaft betreffen (kein Krankenhaustagegeld für Entbindung, keine Zuzahlung für Medikamende)
  • keine Praxisgebühr für Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchungen und Vorsorgeuntersuchen der Kinder bis zum 6. Lebensjahr
  • Mutterschaftsgeld von GVK 6 Wochen vor, 8 Wochen nach der Geburt (Mini-Jobber können beim Bundesversicherungsamt eine Ersatzleistung in Höhe von 210 Euro beantragen)
  • Anspruch auf Mutterschaftsvorsorgeuntersuchungen, Geburtsvorbereitungskurse (10 Std.), 10 Tage Nachsorge durch Hebamme, Beratung während der Stillzeit, Rückbildungsgymnastik
Schwangerschaft
  • Beitrag ist in Mutterschutz- und Erziehungszeiten weiter zu zahlen (manch ein Versicherter gewährt beitragsfreie Monate, sofern die Schwangerschaft unmittelbar mitgeteilt wird)
  • keine Zahlung von Krankentagegeld in der Mutterschutzzeit, außer die Arbeitsunfähigkeit besteht aus einem anderen Grund. Vor und nach der Mutterschutzzeiten besteht Anspruch auf Krankentagegeld, auch wenn Arbeitsunfähigkeit aufgrund der Schwangerschaft besteht.
  • Kein Mutterschaftsgeld von PKV (kann dafür aber beim Bundesversicherungsamt beantragt werden, ca. 210 Euro)
Copyright 2017 KVWissen.de