Alterungsrückstellung
Ein Teil der monatlichen Versicherungsbeiträge wird für die Bildung einer so genannten Alterungsrückstellung verwendet, der sich wiederum in den individuell vom Versicherungsunternehmen festgelegten Zuschlag und den gesetzlich vorgeschriebenen, 10-prozentigen Einheitszuschlag aufteilt (Der 10-Prozent-Zuschlag wird seit 2000 für Mitglieder privater Vollversicherungen erhoben, die zwischen 21 und 60 Jahre alt sind. Auch für diesen 10-Prozent-Zuschlag erhalten Angestellte einen Arbeitgeberanteil).
Das Versicherungsunternehmen legt die Alterungsrückstellungen als verzinste Sparanlage (3,5 Prozent) an, um mit dieser die steigenden Mehrkosten im Alter auszugleichen und so steigende Beiträge zu verhindern.
Die über die Jahre angesparten Alterungsrückstellung sollen stabile Beiträge im Alter gewährleisten und Beitragssteigerungen ab dem 65. Lebensjahr verhindern. Ab dem 80. Lebensjahr kann die Alterungsrückstellung auch zur Beitragssenkung verwendet werden. Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Je älter Sie jedoch beim Eintritt in die private Krankenversicherung sind, desto höher sind auch die Beiträge. Nur so lässt sich der steigende Behandlungsbedarf im Alter finanzieren.
Seit dem 1. Januar 2009 gelten für die Mitnahme von Altersrückstellungen im Falle eines Wechsels zu einem anderen Versicherungsanbieters neue Bestimmungen. Beim Wechsel von der privaten zur gesetzlichen Krankenversicherung dürfen Sie Ihre angesparten Altersrückstellungen jedoch nach wie vor nicht mitnehmen.
 
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