Versicherungsprämie
Die Höhe Ihres monatlichen Beitrags zur privaten Krankenversicherung ist abhängig von dem von Ihnen gewählten Leistungspaket. Je anspruchsvoller Ihre Leistungsvorstellungen sind, um so höhere Beiträge müssen Sie in Kauf nehmen. Für die Bestimmung Ihres individuellen Beitragssatzes werden außerdem Ihr Eintrittsalter, Ihr Geschlecht, Ihr allgemeiner Gesundheitszustand (Gesundheitscheck vor Vertragsabschluss), etwaige Vorerkrankungen und Ihr Beruf berücksichtigt. Je nach Einschätzung dieser Kriterien kann das Versicherungsunternehmen bestimmte Leistungen ausschließen, begrenzen oder Risikozuschläge berechnen.
Wichtig: Seien Sie beim Gesundheitscheck unbedingt ehrlich! Wurden Vorerkrankungen verschwiegen, können Versicherungsunternehmen Verträge rückwirkend kündigen, so dass Sie nicht nur Ihren Versicherungsschutz verlieren, sondern auch Gefahr laufen, aufgrund hoher Arztrechnungen in die Schuldenfalle zu geraten.
Neben der Wahl Ihres individuellen Versicherungsschutzes beeinflussen Sie die Höhe Ihrer Versicherungskosten auch durch die Höhe Ihrer Selbstbeteiligung und durch das Erfüllen der Voraussetzungen für die Beitragsrückerstattung.

Selbstbehalt

Wer sich für eine Selbstbeteilung entscheidet, sprich, Krankenkosten bis zu einer bestimmten Höhe aus eigener Tasche bezahlt, senkt die Höhe seines monatlichen Versicherungsbetrages um bis zu 30 Prozent. In der Regel wird eine Selbstbeteiligung zwischen 150 und 1.000 Euro pro Jahr vereinbart. Ein Teil der gesparten Geldes sollte dann aber auch für einen möglichen Krankheitsfall beiseite gelegt werden.
Für Angestellte ist die Selbstbeteiligung nur bedingt zu empfehlen, da der Arbeitgeber ohnehin 50 Prozent des monatlichen Versicherungsbeitrages übernimmt.

Beitragsrückerstattung

Wer außer den empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen keiner weiteren Leistungen innerhalb eines Jahres beansprucht, kann bis zu 3 Monatsbeiträge zurückerstattet bekommen. Entscheidend ist, dass die Summe aller eingereichten Rechnungen für Behandlungskosten unterhalb der vereinbarten Beitragsrückerstattungsgrenze liegt.
Manche Versicherungsunternehmen steigern die Höhe der Beitragsrückerstattungen auf bis zu 6 Monate, wenn der Versicherte mehrere Jahre hintereinander über den Vorsorgeuntersuchungen hinaus keine weiteren Behandlungen in Anspruch nimmt.
Neben der Barauszahlung sind auch einmalige und dauerhafte Beitragsminderung als Formen dieser so genannten erfolgsunabhängigen Beitragsrückerstattung möglich. Der Anspruch auf sie wird in den allgemeinen Versicherungsbedingungen vereinbart und garantiert. Dagegen werden erfolgsabhängige, d.h. vom Geschäftsergebnis des Versicherungsunternehmens abhängige, Beitragsrückerstattungen in der Regel zur Vermeidung von Beitragserhöhungen verwendet.

Arbeitgeberzuschuss

Angestellte und Arbeitnehmer, die eine private Krankenversicherung abschließen dürfen, erhalten – wie gesetzlich Versicherte auch - von ihrem Arbeitgeber einen Zuschuss. Für die Berechnung des Zuschusses werden allerdings nur die Leistungen berücksichtigt, die denen der gesetzlichen Krankenversicherung entsprechen.
Sind Familienangehörige mitversichert, muss ein Nachweis über ihren bestehenden Versicherungsschutz eingereicht werden, damit ihre Beiträge mit berücksichtigt werden. Auch das Krankenhaustagesgeld wird für die Berechnung des Zuschusses herangezogen. Der Arbeitgeberzuschuss wird im Falle von Beitrittsrückerstattungen nicht gesenkt.
Der Arbeitgeberzuschuss wird im Krankheitsfall bis zu 6 Wochen weiter gezahlt, darüberhinaus jedoch nicht. Auch Frauen, die Mutterschafts-/Elterngeld beziehen, erhalten für diese Zeit keinen Arbeitgeberzuschuss.
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