Tipps
  • Vor Vertragsabschluss ist es äußerst empfehlenswert, sich von einer Verbraucherzentrale beraten zu lassen. Verbraucherzentralen kennen viele Fälle aus der Praxis und können Ihnen daher kompetente Hilfe und eine unparteiische Sicht auf verlockende Angebote geben.
  • Informieren Sie sich über die private Krankenversicherung. Als Informationsquellen stehen Ihnen Zeitungen, Wirtschaftsmagazine (z.B. Capital), das Fernsehen, das Internet, Prospekte der Versicherer, vertrauenswürdige Versicherungsmakler mit entsprechender Qualifikation, Versicherungsvergleiche (z.B. von Stiftung Warentest, Ökotest) und Fachliteratur zur Verfügung.
  • Wechseln Sie von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung, kündigen Sie die alte Versicherung erst, wenn Sie Ihren Vertrag mit der privaten Krankenversicherung abgeschlossen haben. Denn kündigen Sie zu früh und werden als Interessent von dem privaten Versicherungsunternehmen abgelehnt, fehlt Ihnen jeglicher Versicherungsschutz.
  • Ihre Vorerkrankungen sollten Sie beim Gesundheitscheck offen und ehrlich nennen. Denn private Krankenversicherungsunternehmen können Ihren Versicherungsvertrag rückwirkend für nichtig erklären, sollten Sie Krankheiten beim Gesundheitscheck verschwiegen haben. Das hätte zur Folge, dass Sie etwaige Arztrechnungen selbst bezahlen müssen und schlimmstenfalls sogar in die Schuldenfalle geraten.
  • Wer eine private Krankenversicherung abgeschlossen hat, bindet sich zumeist ein Leben lang an das jeweilige Versicherungsunternehmen, da nur der Wechsel in den Basistarif des eigenen oder dem der anderen Unternehmen möglich ist. Sollten Sie sich in der Zukunft für einen gleichwertigen Tarif mit günstigeren Konditionen interessieren, der von einem anderen Versicherungsunternehmen angeboten wird, können Sie zunächst nur in den Basistarif dieses Versicherungsanbieters wechseln und erst nach Ablauf weiterer 18 Monate und dem Bestehen des Gesundheitschecks in den von Ihnen gewünschten Tarif einsteigen.
  • Alkoholklausel: Wer aufgrund einer Alkohol bedingten Bewusstseinsstörung arbeitsunfähig ist oder erkrankt, kann sich laut den allgemeinen Versicherungsbedingungen nicht auf die Leistungspflicht des Versicherers berufen.
  • Wer die meiste Zeit seines Lebens gesund war, weiß i.d.R. nicht so genau, welche Leistungen am häufigsten benötigt werden und darum im Versicherungspaket nicht fehlen dürfen. Im Zusammenhang mit Selbstbeteiligungen sollten Ihnen die Kosten der entsprechenden Leistungen bewusst sein. Laut des Verbandes privater Krankenversicherungen beanspruchen Versicherte folgende Leistungen am häufigsten: ambulante Arztbehandlung, stationäre Leistungen, Medikamente, Zahnbehandlungen und Zahnersatz sowie Krankentagegeld. Zu weniger als 4 Prozent werden Heil- und Hilfsmittel, Krankenhaustagegeld, Behandlungen vom Heilpraktiker und Kieferorthopädie benötigt.
  • Leistungen, die von einer privaten Krankenversicherung unbedingt zu 100 Prozent abgedeckt werden sollten, sind Arzt- und Zahnarzthonorare (bis zum 3,5-fachen Satz der Gebührenverordnung), Zahnbehandlung und Medikamente. Außerdem dürfen Krankentransporte und Auslandsrücktransport nicht fehlen.
  • Selbstbehalt: Für Arbeitnehmer und Angestellte empfiehlt sich eine Selbstbeteiligung in Höhe von bis zu 300 Euro, für Selbständige bis zu 800 Euro.
  • Primärarztprinzip: Es besagt, dass nur dann Facharzthonorare in voller Höhe erstattet werden, wenn ein Allgemeinarzt Ihnen für diesen eine Überweisung ausgeschrieben hat. Ohne Überweisungsschein erstattet Ihnen Ihre private Krankenversicherung nur einen bestimmten Prozentsatz der Behandlungskosten.



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